Trennlinie
Die Methode „Straßenfußball für Toleranz“

Kick4peace - Fußball, aber fair! Sport wird immer häufiger mit sozialem, interkulturellem und globalem Lernen in Zusammenhang gebracht. Dennoch ist Sport nicht per se fair und integrativ. Durch entsprechende Inszenierung und Spielregeln kann er jedoch einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen und zur Förderung von interkulturellem Dialog leisten.

Die Methode „Straßenfußball für Toleranz“ stellt so ein Beispiel für ein pädagogisches Konzept der gewaltfreien Kommunikation und friedlichen Konfliktlösungsstrategie dar. Unabhängig von sozialer oder nationaler Herkunft, Geschlecht oder Alter, spielen Jugendliche in kleinen Teams mit besonderen Regeln miteinander Fußball. Aus diesen Regeln lassen sich neben dem sportlichen Wettstreit auch Lerninhalte wie Toleranz, Respekt, Dialogfähigkeit, interkulturelles Verständnis, Konfliktfähigkeit, Teilnahme und die Übernahme von Verantwortung ableiten.
Die Spielregeln

Grundregeln (Diese Regeln können nicht geändert werden)
  • Die Teams müssen geschlechtlich gemischt sein
  • Gespielt wird 4:4 (plus 2)
  • Es gibt keine Schiedsrichter, ausschließlich Teamer (ausgewählte Gruppenmitglieder) die das Spiel als „MediatorInnen“ begleiten
  • In einer Dialogzone werden vor dem Spiel Fair-Play-Regeln („Agreements“) ausgehandelt
  • Nach dem Spiel werden in der Dialogzone je nach Umsetzung der „Agreements“ Fair-Play-Punkte vergeben
  • Es muss ein Tor von einem Mädchen erzielt werden
  • Gespielt wird ohne Torwart
  • Für das Endergebnis zählen Tore und Fair-Play-Punkte

Aufbauregeln (Diese Regeln können verändert werden)
  • Größe des Spielfeldes und Länge des Spiels; Größe und Zusammensetzung des Teams
  • Zusammensetzung der Teamer
  • Inhalte der „Agreements“
  • Formen der Entscheidungsfindung